sat. june 01 2024
semmelweisklinik
vienna/Austria

moozak multichannel series #04
Moozak Multichannel Series #04
Samstag 1.6. 2024, 18:00 - 22:00
Semmelweisklinik
Hockegasse 37, Haus 4, 1180 Wien
https://www.openstreetmap.org/#map=18/48.23656/16.32046
Eintritt: Spenden erbeten!

Live:
IEOGM (Marie Vermont & the concept horse)
Julian Rubisch: Arecibo
Noid: Rausch/Rauschen
Zeynep Sarıkartal
David Pridal: Rundfunk

Mit freundlicher Unterstützung von MA7 Wien Kultur und BMKOES.
MOOZAK (* 2007) ist Label und Plattform für experimentelle Musik und Klangkunst.

Facebook: http://www.facebook.com/moozak
Bandcamp: http://moozak.bandcamp.com/
Instagram: https://www.instagram.com/moozak.records/
Youtube: https://www.youtube.com/@moozak_records
Flickr: http://www.flickr.com/klubmoozak

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IEOGM (Marie Vermont & the concept horse)

IEOGM - Marie Vermont & the concept horse - spielen seit 2022 zusammen als Improvisationsmusikduo.
Für das Multichannelset wird eine analoge Konstruktion aus diversen Instrumenten, Tonbändern, Mixern und Kabeln angelegt um aufbauend auf dem Konzept BIRDNOISENOISE II ein 4-armiges Set zu spielen. IEOGM hat auf den Labels Molt Fluid, Breton Cassette, phncrs, eë editions, Hard Return und Beach Buddies Records Musik veröffentlicht und zuletzt in Japan getourt.

Marie Vermont kombiniert elektronische, nicht programmierbare analoge Geräte mit Kassetten, Elektroakustik, Kabeln und grafischen Partituren und spielt solo sowie in verschiedenen Konstellationen - aktuell mit IEOGM (& the concept horse), BILLA ENSEMBLE (& Michiu, turmeric acid, the concept horse), Micro Mata (& RSMA) u.a. Marie Vermont bewegt sich zwischen Formen der Malerei, Zeichnung und Collage im weitesten Sinne sowie Kassetten, Drucken und Heften als Vervielfältigungsmittel und organisiert die Konzertreihe "knopfwissen" in Wien mit. Zuletzt erschienen "Das gemeine Rauschen" und "Exprovisation" als Tape Editionen.

the concept horse (US/AT) beschäftigt sich mit analogen elektronischen und elektroakustischen musikalischen Kompositionen, die auf Wiederholung und Zufall basieren und aus einer Vielfalt physikalischer Soundquellen entstehen. Er leitet das Label eë editions und spielt im Duo IEOGM (mit Marie Vermont) sowie im Improvisationsquartett BILLA ENSEMBLE (mit Michiu, turmeric acid, Marie Vermont). tch organisiert die Konzertreihe "knopfwissen" in Wien mit und hat Alben auf FALT, Gracious Host, flophouse und czaszka rec. veröffentlicht.

https://marievermont.world/ieogm/ieogm.html
https://marievermont.world
https://theconcepthorse.com
https://instagram.com/marievermont666
https://instagram.com/begriffspferd

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Julian Rubisch: Arecibo

Julian Rubisch, geboren 1981 in Wien, ist freiberuflicher Klangkünstler, Interaktionsdesigner und Performancekünstler. Von 2007 bis 2014 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kreative Medientechnologien der FH St. Pölten.
Zu seinen Hauptinteressengebieten gehören Sound & Music Computing, Sonic Interaction Design, Computermusik, Klangkunst und interaktive Medieninstallationen.
Ausbildung: Abschluss des Zertifikatsprogramms für Computermusik und elektronische Medien an der MDW Wien (2012-2015), einige seiner Mentoren sind Marko Ciciliani, Katharina Klement, Volkmar Klien und Wolfgang Musil.
Er präsentierte Performances und Installationen an renommierten Veranstaltungsorten wie ZKM Karlsruhe, Ars Electronica, Alte Schmiede Wien, ORF Ö1 Kunstradio, Festspielhaus Baden-Baden, Klangturm St. Pölten, ICMC und AES Conference.
Julian Rubisch erforscht Grenzen und Schnittstellen der Wahrnehmung, einschließlich der Analyse-Resynthese von Sprachsignalen und Data Moshing. Seine Kunstwerke sind oft interaktiv und laden das Publikum ein, aktiv am kreativen Prozess teilzunehmen.

In drei Sätzen erkundet dieses Stück die Substanz der Arecibo-Botschaft, die 1974 an einen nahegelegenen Sternhaufen gesendet wurde. Da es nur aus zwei akustischen Interpretationen dieses Kommunikationsversuchs abgeleitet ist, erfasst es die Essenz der darin enthaltenen Informationen über die Menschheit und verwandelt sie in eine spielerischer Tanz akusmatischer Wesenheiten.
Satz 1 ist eine wörtlichere Übersetzung der Botschaft in den Klangraum. Die verwendete Probe wird mithilfe von Parametern, die aus der Analyse abgeleitet wurden, wieder in sich selbst gefaltet, um sie neu zu synthetisieren.
Satz 2 fängt den Moment ein, in dem das Signal in den Weltraum verteilt wird. Reflexionen und Interferenzen verflechten sich, bis die Sendung verzerrt ihr Ziel erreicht.
Satz 3 spekuliert darüber, wie eine Antwort eines Weltraumrennens klingen könnte. Die Botschaft wird auf freudige Weise umfunktioniert und zu komplexen Mustern verknotet. Offen bleibt die Frage, ob die Antwort noch einmal entschlüsselt werden kann.

https://soundcloud.com/julianrubisch
https://programmverdichter.bandcamp.com
https://instagram.com/programmverdichter

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Noid: Rausch / Rauschen

Die Komposition "Rausch / Rauschen" von noid erzeugt einen immersiven Ort, einen Zustand der Reizüberflutung bei gleichzeitiger Informationsdeprivation und evoziert so ein akustisches „WhiteOut“.
Die Komposition ist als Versuchsanordnung konzipiert in die sich der Komponist / Performer gemeinsam mit dem Publikum begibt.
Seine Aufgabe ist es nicht irgendetwas zu zeigen / zu präsentieren, sonder vielmehr sich selbst als Teilnehmer des Versuchs zu begreifen – als Messinstrument und Gradmesser ob und wie sehr sich Effekte einstellen.
Ähnlich wie das weiße Licht alle Farben enthält, sind auch im Rauschen alle akustischen Informationen vorhanden, das Rauschen aus allen Richtungen schirmt uns aber auch wie ein dicker Vorhang von allem ab was uns umgibt, schafft einen intimen Raum, in dem wir ganz auf uns selbst zurückgeworfen sind, dem Rauschen in unserem Kopf ausgeliefert.

noid (aka Arnold Haberl), *1970, studierte Cello an der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien, sowie Mathematik an der Universität Wien. Seit 2010 unterrichtet er im Fachbereich MultiMediaArt an der Fachhochschule Salzburg. Der Komponist, Soundartist, Improvisator, Cellist, elektronischer Musiker versteht seine Arbeit als Grundlagenforschung, die zu einer breiten Palette an widersprüchlichen Ergebnissen führt.
Von Cello-Solos und Tonbandstücken über Ensemblekompositionen und Improvisations-Partituren über Performances mit elektronischen und hybriden Instrumenten bis zu Sound-Installationen, Videos und imaginärer Musik.

https://noid.klingt.org

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Zeynep sarıkartal

Zeynep Sarikartal (1985, Ankara) ist Klangkünstlerin, Improvisatorin und Forscherin. Sie studierte klassisches Klavier an der Ankara Bilkent Music School, machte ihren Bachelor in Musikwissenschaft an der Technischen Universität Istanbul Yildiz und ihren MA in Ethnomusikologie an der Universität Wien. Seit 2010 lebt sie in Wien und arbeitet als Komponistin/Improvisatorin/Klangkünstlerin in Theater-, Film- und Multimediaprojekten, kuratiert Veranstaltungen, veröffentlicht Artikel und tritt unter dem Künstlernamen ZS ZS auf. Sie arbeitete hauptsächlich mit Musikern aus den Bereichen Experimental, Noise, Flashcore, Extratone und anderen verwandten Genres zusammen. Ab 2016 begann sie, kreative Forschungsprojekte zu entwickeln, die sich auf das Konzept des sozialen Todes konzentrieren. Bei ZS ZS-Live-Auftritten geht es darum, raue, rhythmische und atmosphärische Klanglandschaften mit Text- und Feldaufnahmen zu erkunden und in einem dramaturgischen Konzept zu verschmelzen.

https://instagram.com/zeynepsarikartal
https://soundcloud.com/zszszszszszs
https://zszszszszszszs.wordpress.com/

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David Pridal

David Pridal ist ein in Wien lebender multidisziplinärer Künstler, Musiker, Klangkünstler, Improvisator und Maler.
Er oszilliert zwischen experimenteller Musik wie Ambient, Drone & Noise, mit einem starken Fokus auf Improvisation & Live Komposition. Außerdem veranstaltet er Veranstaltungen & Workshops über Improvisation und experimentelle Musik, kreiert Klangskulpturen und Installationen, und arbeitet als Sounddesigner für Theaterproduktionen und PerformancekünstlerInnen.

„Rundfunk“ ist eine Mehrkanal-Klanginstallation, die die räumlichen und zeitlichen Dimensionen radiobasierten Klangs untersucht. Eine Sammlung alter Radios hängt von der Decke und bildet ein schwebendes dreidimensionales Array zur Klangverteilung. Ein speziell angefertigter Mehrkanal-Funksender ermöglicht die Übertragung von Audiosignalen von einem Funkgerät zum anderen, was zu einem abwechslungsreichen und sich weiterentwickelnden Hörerlebnis führt.

Eine Komposition aus Aufnahmen von globalen Kurzwellensendern, Piratenradiosendern, CB-Radiosendern, Sendern mit obskuren Nummern und anderen Quellen sowie FM-Synthese, Drohnen und Lärm. Der Klang bewegt sich über das Array und erzeugt ein Gefühl von Bewegung und eine sich verändernde Hörlandschaft. David nutzt Sampler und FM-Synthese, um den Klang in Echtzeit zu manipulieren und die Installation als performatives Instrument zu nutzen. Die Installation ermöglicht zusätzliche Experimente mit Klangbewegungen und -texturen und gibt dem Künstler die Kontrolle darüber, wie der Klang im Raum übertragen und wahrgenommen wird.

„Rundfunk“ steht im Kontext der Transmission Art und betont das Potenzial des Radios für kreativen Ausdruck und Widerstand. Die Installation reflektiert die Geschichte des freien Radios und des Piratenradios und untersucht Themen wie Kommunikation, Subversion und Technologie. „Rundfunk“ lädt dazu ein, sich mit der vielschichtigen und komplexen Natur des Radioklangs auseinanderzusetzen. Es fordert traditionelle Hörerfahrungen heraus, indem es den physischen Raum als dynamische Klanglandschaft nutzt, in der jedes Radio als unabhängiger Knoten in einem breiteren Übertragungsnetzwerk fungiert.

https://instagram.com/davidpridal
https://soundcloud.com/pridal

link: moozak @ ig , moozak @ bandcamp , moozak.org
event-link: mms#04 @ fb
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