| sun. may 23 2027 ruprechtskirche wien/Austria EX-(Z’)VÜ-OP + Drone & Drone
|
| Doppelkonzert EX-(Z’)VÜ-OP Alvin Lucier: Silver Streetcar für Orchester für Triangel solo Alvin Lucier: Ricochet Lady für Glockenspiel solo Pierluigi Billone: Mani.Astra Alberto Anhaus | Perkussion https://www.albertoanhaus.com/ Drone & Drone Drone & Drone ist eine kinetische Klanginstallation für 12 Paare vietnamesischer Windflöten die in Zusammenarbeit von Cao Thanh Lan (VN) und Gregor Siedl (AT) entstanden ist. Im Zentrum dieser Arbeit steht der Begriff „Drone“ (Drohne/Bordun) – einerseits als unbemanntes Luftfahrzeug und Sinnbild für die Kriegsführung der Zukunft, andererseits als „Drone“ im Sinne eines heilenden, anhaltenden Klangs, wie er in vielen alten Kulturen weltweit zu finden ist, etwa im gregorianischen Choral, in der Musik der indigenen Völker Australiens, im rituellen Gesang buddhistischer Mönche oder im mongolischen Obertongesang. Drone & Drone lädt zur Kontemplation über die Doppelnatur der Menschen ein: das Potenzial für Schönheit und Zerstörung zugleich. https://siedlcao.com/drone-drone/ |
| Doppelkonzert EX-(Z’)VÜ-OP Das Thema von (Z’)VÜ in diesem Programm entfaltet sich aus einer doppelten Perspektive: Erweiterung und Opposition. Aus einer umfassenden Perspektive präsentiert das Programm zwei Werke von Alvin Lucier: Silver Streetcar für Orchester für Triangel solo und Ricochet Lady für Glockenspiel solo. Beide Stücke erforschen, wie minimale instrumentale Mittel eine expansive Klangpräsenz erzeugen können, wobei einfache Gesten ein Übermaß an Resonanz, Akkumulation und räumlicher Diffusion bewirken. Im Gegensatz dazu steht Mani.Astra von Pierluigi Billone, eine Weltpremiere, die 2025 komponiert und Alberto Anhaus gewidmet wurde. Das Werk ist ein Solo für zwei Glasschalen, das die Klangerzeugung radikal auf fragile, intime Aktionen reduziert, die Übertreibung widerstehen und gleichzeitig das Hören durch mikroskopische Details und physische Nähe intensivieren. Alle drei Werke zeichnen sich durch eine extreme Einfachheit des Aufbaus aus, die die Aufmerksamkeit vollständig auf die Instrumente selbst lenkt. Gleichzeitig dehnt sich der Klang, insbesondere in Luciers Werken, aggressiv in den Raum aus: Hohe Frequenzen durchfluten den Raum und tauchen das Publikum in ein überwältigendes akustisches Feld ein. Durch Erweiterung und Opposition zielt das Programm darauf ab, (Z’)VÜ sowohl wörtlich als auch spekulativ zu beleuchten und Exzess als physische, perzeptuelle und imaginative Erfahrung offenzulegen. Alberto Anhaus | Perkussion https://www.albertoanhaus.com/ Drone & Drone Drone & Drone ist eine kinetische Klanginstallation für 12 Paare vietnamesischer Windflöten die in Zusammenarbeit von Cao Thanh Lan (VN) und Gregor Siedl (AT) entstanden ist. Im Zentrum dieser Arbeit steht der Begriff „Drone“ (Drohne/Bordun) – einerseits als unbemanntes Luftfahrzeug und Sinnbild für die Kriegsführung der Zukunft, andererseits als „Drone“ im Sinne eines heilenden, anhaltenden Klangs, wie er in vielen alten Kulturen weltweit zu finden ist, etwa im gregorianischen Choral, in der Musik der indigenen Völker Australiens, im rituellen Gesang buddhistischer Mönche oder im mongolischen Obertongesang. Drone & Drone lädt zur Kontemplation über die Doppelnatur der Menschen ein: das Potenzial für Schönheit und Zerstörung zugleich. Einige der frühesten unbemannten Drohnen wurden von der US-Armee während des Vietnamkriegs eingesetzt - primär zur militärischen Beobachtung, für elektronische Kampfführung, Täuschungsmanöver und psychologische Kriegsführung. Im Gegensatz dazu stammen die in dieser Installation verwendeten Äolsflöten aus der langjährigen und lebendigen Tradition vietnamesischer singender Drachenflöten, die die Hoffnung der Menschen auf Frieden und Wohlstand symbolisieren. Aus klanglich-technischer Sicht ist die Installation Drone & Drone ein psychoakustisches Experiment, bei dem mehrere Phänomene gleichzeitig wirken: Schwebungen - ein langsames Pulsieren zwischen zwei leicht verstimmten Flötenpaaren; Kombinationstöne - die physikalisch nicht im Raum vorhanden sind, sondern aufgrund der nichtlinearen Physiologie im Innenohr wahrgenommen werden; und der Doppler-Effekt, der die Tonhöhe durch die Rotation der Flöten subtil moduliert und Frequenzen in Echtzeit dehnt und staucht. Die Installation bewegt sich an der Schwelle zwischen Physik und Wahrnehmung, wo objektive Wellenformen mit subjektiver Konstruktion verschmelzen. Wie diese Phänomene ineinandergreifen und wie sie unsere Wahrnehmung, Emotionen und Psychologie beeinflussen, bleibt eine subjektive, geheimnisvolle und diskrete Erfahrung für jeden Besucher. https://siedlcao.com/drone-drone/ |
|
link: https://nmr.klingt.org/ |